Optionale Untersuchungen

Bildgebende Verfahren:

Da das Multiple Myelom häufig nicht gleichmäßig, sondern mit fokalen Herden das Knochenmark infiltriert, ist eine Biopsie des Knochenmarks aus dem Beckenkamm nicht immer repräsentativ für die Beurteilung und Einschätzung der gesamten Tumormasse. Eine effektive Methode dafür ist die Ganzkörper-Magnetresonanztomographie (MRT), die durch die Darstellung nahezu des gesamten Organismus sowohl eine Aussage über das Verteilungsmuster als auch über Lokalisationen von Myelom-assoziierten Läsionen ermöglicht. Ebenso geeignet sich Ganzkörper niedrig dosiertes CT bzw. PET/CT.

 

FISH und molekulargenetische Untersuchungen

Zur Zeit werden genetische Veränderungen in den isolierten Myelomzellen mittels der sogenannte FISH Technik untersucht. Damit kann man Aufschluß über das Progressions-Risikos beim einzelnen Patienten erhalten. Neben den Standarduntersuchungen besteht auch die Möglichkeit, aufgereinigte Myelomzellen mittels globaler Genexpressionsanalysen zu untersuchen.

Quellen:

Patienten-Handbuch Multiples Myelom - 2017; Überarbeitete und ergänzte Auflage August 2017 mit Unterstützung der Plasmozytom-Selbsthilfe Rhein-Main Wiesbaden und Myelom Deutschland e.V und unter Mithilfe von Herrn Prof. Dr. Jens Hillengaß, Herrn PD Dr. Dr. Dipl.-Phys. Dirk Hose, Herrn PD Dr. Marc-Steffen Raab, Frau Dr. Uta Bertsch, Frau PD Dr. Ute Hegenbart, Herrn Dr. Marc-Andrea Bärtsch, Herrn Dr. Elias K. Mai und Herrn Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt; Sektion Multiples Myelom, Medizinische Klinik V, Universitätsklinikum Heidelberg und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) und Plasmozytom-Selbsthilfe Rhein-Main; Stand 2017

 

Der blaue Ratgeber: Plasmozytom – Multiples Myelom, Antworten, Hilfen, Perspektiven; Deutsche Krebshilfe; Stand 2011

 

Li Peiwein et al.; Chinesische Medizin in der Onkologie – Konstitutionelle Unterstützung und Begleittherapie; Verlag URBAN & FISCHER, 1. Auflage 2007

 

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